Tim Lippold

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Technikdidaktik

„Subjektive Theorien von Ausbildern in der Metalltechnik“

Profil

Während seines Lehramtsstudiums an der TU Darmstadt mit den Fächern Metalltechnik und Englisch arbeitete Tim Lippold als studentische Hilfskraft im Fachbereich 3. Nach Abschluss der ersten Staatsprüfung folgte der Vorbereitungsdienst am Studienseminar für Berufliche Schulen in Darmstadt. Er ist als Studienrat an den Gewerblich-technischen Schulen der Stadt Offenbach am Main tätig, wo er in der Berufsschule, der Fachschule für Technik sowie dem Beruflichen Gymnasium Metalltechnik und Englisch unterrichtet. Seit August 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Technikdidaktik.

Lehrveranstaltungen

Paradigmen der Technikdidaktik

Ausgangspunkt

In der Metalltechnik dient die „Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen“ als Grundlage, welche über „gemeinsame Kernqualifikationen“ und eine „sachliche Gliederung der berufsspezifischen Fachqualifikationen“ die durch die Ausbildungsbetriebe zu vermittelnden Inhalte des betrieblichen Teils der Berufsausbildung regelt. Ergänzt wird diese durch eine „zeitliche Regelung“, welche die Reihenfolge und Dauer, der unter Einbeziehung selbstständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens integriert zu vermittelnden Aspekte strukturiert. Die in diesem Bereich tätigen Ausbilder tragen eine hohe Verantwortung bei der Entwicklung von Handlungssituationen und in diesen verorteten Kompetenzen und Wissensaspekten. Die sehr allgemein gehaltenen Formulierungen erfordern zur erfolgreichen Interpretation eine große Erfahrung und einen umfassenden Überblick über das benötigte Wissen. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, subjektive Theorien von Ausbildern bezüglich dieser Wissensaspekte zu identifizieren und auf deren Struktur, Genese und Handlungswirksamkeit hin zu untersuchen. Im ersten Schritt der Arbeit wurden Videosequenzen von betrieblichen Ausbildungssituationen mit Auszubildenden im Bereich der Metalltechnik erstellt, welche alltägliche und besondere Situationen der praktischen Ausbildung abbilden. Im weiteren Verlauf werden Ausbilder in metalltechnischen Betrieben mit diesen Ausbildungssituationen konfrontiert und durch „situational jugdement“ mittels strukturierter und unstrukturierter Introspektion subjektive Theorien rekonstruiert. Die qualitative Auswertung der gewonnenen Daten erfolgt über ein theoriegeleitetes Kategoriensystem, welches ex post erweitert wird. Zur Triangulation der Daten wird dasselbe Untersuchungsdesign an einer Gruppe von Fachpraxislehrern im Bereich der Metalltechnik angewendet.